გაუმარჯოს Georgien!

Georgien: 12.05.2016 – 18.05.2016 und 26.05.2016 – 31.05.2016

Route_Georgien_2016_Mai
Gefahrene Kilometer: 886 km
Benzinpreis: zw.4,36 GEL und 4,48 GEL
Wetter: Regnerisch/Sonnenschein. Immer wieder kam zu Regenfällen, welche gerne auch über mehrere Stunden anhielten. Vormittags meistens Sonnenschein. Nachmittags bewölkt bis regnerisch.

Währung: Georgische Lari / GEL
Umrechnungskurs: 1€ = 2,58 Lari


Lust auf Video? Hier gehts zum Video-Rückblick ->

Geogien, Georgien! Grün haben wir es uns vorgestellt – und grün hat es sich uns auch präsentiert. 
Und sofort nach der Grenze wurden die Unterschiede zwischen den beiden Ländern, Türkei und Georgien, deutlich.

Offen und freizügig präsentierten sich die Damen – von Kopftüchern und langen Kleidern keine Spur mehr.
Im Supermarkt konnten die unterschiedlichen Sorten Bier gekauft werden – die Regale waren voll mit Schnaps und andren Spirituosen. Die Supermärkte boten alles was man sich nur vorstellen konnte. -> Der erste Besuch eines solchen Marktes führte nach einem Monat Türkei zur leichter Überforderung.

Kurz nach der türkisch/georgischen Grenze – nähe dem Ort Sarai – liegt Batumi. Wir beschlossen 3 Tage in der Stadt zu verbringen und buchten uns sehr günstig bei einer georgischen Familie ein. Uns wurde eine sehr nette Wohnung mit Küche, Bad, Waschmaschine, Internet – den wichtigsten Dingen eines Reisenden, zur verfügung gestellt.
Nur das Bett lies zu wünschen übrig. Erholsamer Schlaf sah anderes aus.

Batumi, an der Schwarzmeerküste – wird auch das kleine Las Vegas Georgien genannt. Der Name ist verdient, denn in der Stadt sind unzählige spektakuläre Gebilde/Gebäude zu finden. Skyscraper mit eingebautem Riesenrad, Up-Side-Down Fassaden an Häusern, schillernd, leuchtend, sehr touristisch.

Hier lernten wir das erste Mal die Fahrweise der Georgien kennen. Verrückt, bis hirnlos würden wir diese bezeichnen. Begleitet von lautem Gehupt und sinnlosen Überholmanövern. Wer bremst verliert – schnell, schneller, Vollgas!

Zu dieser uns fremden Fahrweise kam noch, dass Kühe, Schwein und Ziege einfach wie sie wollen über die Strasse laufen. Sogar mitten in der Stadt trifft man diese. Außerhalb der Stadt standen sie hinter jeder Kurve  – gerne auch mitten auf der Strasse.

Wir nahmen die Hauptstrasse aus der Stadt und folgten dieser Richtung Akhaltsikhe.

Hier lernten wir auch die schrecklichen Strassenzustände Georgiens kennen – Schlaglöcher sondergleiche, Spurrillen, Asphaltstrassen die in engen kleine viel geflickten Schotterstrassen endeten.

Diese Strasse führe uns sogar hoch in die Berge Georgiens – eine anstrengende Fahrt, der Ausblick war jedoch spektakulär.

Teilweise lag noch Schnee oder aus Schmelzwasser taten sich Bäche hervor – welche von uns durchquert werden mussten.

Davids können und fahrerischen Leistung sein Dank, konnten immer wieder beide BMWS  auf die andere Seite des Baches/Flusses gefahren werden.

Die Strassenzustände verbesserten sich keines Falls-  eher verschlechterten sich diese, obwohl wir lt. Karte immer gut ausgebaute Strassen wählten.

Noch dazu kam – das es meistens am Nachmittag zu anhaltenden Regenschauen/Regengüssen kam. Die schlechte Strassen und das schlechtes Wetter bestärkten uns in der Entscheidung Armenien zu erkunden.

Nach einer kurzen Besichtigung der Höhlenstadt Vardzia folgten wir der M1, welche uns an die armenische Grenze bringt. Grenzstadt: Bavra.

8 Tage  verbringen wir in Armenien, bevor wir über die Grenze nähe der Stadt Tashir wieder nach Georgien einreisten.

-> Hier gehts zum Reisebericht ARMENIEN

Zurück in Georgien – nach unserem Abstecher nach Armenien – war das Wetter deutlich besser als nach unserem erster Besuch: keine Spur von Regen – die Strassen waren immer noch schrecklich zu befahren.

Kurz nach Grenzübertritt schlugen wir unser Zelt auf einer Wiese näher einer Goldmiene auf und beobachten bei einem kühlen Bierchen das Treiben.

Also plötzlich ein LandRover auf uns zu kam – und zwei Männer ausstiegen, wovon einer sich als Landbesitzer herausstellte, hatten wir schon Sorge, dass wir den Platz räumen mussten.

Im Gegenteil, ein nettes Gespräch mit Händen und Füßen, ein Handdruck und alles war gut. Gute Nacht!

Schon lagen wir im Zelt als wir erneut eine Hupe und das Schellen von 2 Autotüren hörten. Langsam und zögerlich öffneten wir unsere Zelttüre – um zu sehen, dass der Landbesitzer mit seiner Frau und Tochter zurückgekehrt war.

Schon stellten sie das mitgebrachte Bier, den Kuchen und die Keks auf den Tisch und die Gläser wurden gefüllt.

Es wurde dunkel – als wir mitgeteilt bekamen, dass wir auf Grund der Gefahr von Wölfen nicht hier bleiben könnten. Nein, wir mussten jetzt und sofort mit zur Familie nach Hause kommen.

Eine kurze Diskussion später, wurde schon das Zelt, Stühle, Tisch.. all unser Hab und Gut in das Auto des Landbesitzers geladen.

Ohne Licht (da Evi`s Birne erneut kaputt ging) und über Offroad-Strassen, was sonst in Georgien, folgten wir dem LandRover ca. 20 Minuten durch die Einöde – inkl. Stopp an einem Supermarkt wo noch Bier besorgt werden konnte.

Kaum Zuhause angekommen, wurden wir herzlich von der zweiten Tochter und Sohn der Familie empfangen. Wir mussten in die Stube eintreten und sofort wurde Feuer gemacht und der Tisch reichlich gedeckt. Noch um 23:00 Uhr wurde mit dem Kochen angefangen und uns ein geniales Mahl präsentiert.

Die Nacht dauerte lange, Wein und Bier floss in Strömen, die Bäuche wurden bestens gefüllt und für Unterhaltung sorgten die Kinder des Hauses. Traditionelle Tänze sowie ein Ziehharmonika Konzert durften wir miterleben / tanzen / lachen / klatschen.

Obwohl diese wunderbare Familie kein fliessend Wasser oder eine Toilette besaß wurden wir wie Familienmitglieder aufgenommen und verwöhnt. Es folgten Geschenke über Geschenk: selbstgemachte Marmelade, Schnaps, Ohrringe, Ketten, Glücksbringer ….. Wir waren den Tränen nahe, denn wir konnten nur etwas Zeit, welche wir gemeinsam mit ihnen verbrachten zurückgegeben.

Am nächsten Tag brachten wir die beiden jüngeren Kinder mit den Motorrad zu Schule. Selbstverständlich war die Aufmerksamkeit und die Freude hierüber riesengroß!

Der Rest der Familie packte und kurzerhand in ihr Auto und beschloss uns einige schöne Plätze in der Umgebung zu zeigen.

Es muss nicht erwähnt werden, dass unsere Bäuche noch sehr flau vom Vorabend waren – die Kolperstrassen eine Genesung nicht unterstützen. 🙂

So schön es mit der Familie war – wir mussten uns verabschieden und rollten weiter um an nächsten Tag unser nächstes Ziel: die Hauptstadt Tiflis zu erreichen.

Auch in Tiflis fanden wir einen Couchsurfer, der uns herzlich bei sich aufnahm und uns auf seiner Couch schlafen lies.

Wir trafen in am vereinbarten Ort – wo er uns kurz darauf die Wohnungsschlüssel in die Hand drückte und zur Wohnung führt und uns eine Einladung zur Eröffnungsparty seiner Firma am selben Abend übermittelte.

Und schon verschwand er wieder – auf der Party sollten wir uns treffen.

Und die Party war genial!! Tolle Stimmung, nette Leute + Essen und Trinken for free!!! Huhuuuu

Und wieder wurde etwas zu tief  in die Champagne-Flöte geschaut. Ja— Champagne! Ein edler Tropfen, der bei Kennern sicher sehr beliebt ist.

Und im Anschluss – After Show Party!!!

Wir konnten nicht mehr und fielen gleich ins Bett bzw. auf die gemütlich Couch!

Und wieder etwas übel in der Magengegend wollten wir es nicht verpassen uns die Stadt anzusehen. Die wichtigsten Sightseeing-Objekte mussten abgeklappert werden. Wir sind ja schließlich nur einmal und nur heute in der Stadt – morgen rollen wir schon weiter.

Müde vom Vorabend beschließen wir dennoch am Abend die Biker-Bar: CrossRiders aufzusuchen, wo wir ein Treffen mit zwei Schweizer Jungs – KnastBroTravels – vereinbart hatten.

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Die beiden sind gleich wie wir mit den Motorrädern auf dem Weg nach Australien. Was für ein Zufall, dass sie uns wir zur gleichen Zeit in der Stadt sind.

Ein netter Abend ging zu Ende und Tags darauf starten wir bereits geben 09:00 Uhr. Auf zum letzten Abschnitt in Georgien: die Georgische Heerstrasse mit zahlreichen Kurven inmitten wunderschöner Natur wartet auf uns.

Schon kurz darauf, am Kreuzpass, erreichen wir das Sowjetische Freundschaftsdenkmal. Wir sind beeindruckt, denn noch vor ca. 4 Monaten sahen wir uns diese Denkmal am Computer an. Jetzt standen wir wirklich davor! UNFASSBAR, ein tolles, tolles Gefühl!!!!

Kurz vor der Grenze legen wir 3 Tage Pause ein – und übernachten in einem netten Guesthaus, in Stepanzminda mit direktem Blick auf die Gergetier Dreifaltigkeitskirche.

Und selbstverständlich wurde diese auch erkundet!

Unser letzter Tag in Georgien startet mit einem ausgiebigen, selbst zubereitetem Frühstück.

Hier gehts zum Video-Rückblick ->

Dann rollen wir los und überqueren die Grenze zu Russland.

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