Բարեւ Ձեզ Armenien!

Armenien: 19.05.2016 – 25.05.2016

ROUTE_Armenien_2016

Gefahrene Kilometer: 980 km
Benzinpreis: zw. 396 AMD und 402 AMD
Wetter: überwiegend Sonnenschein. Einmal täglich braut sich aber ein Unwetter zusammen. Von Regen bis Hagel – Dauer ca. 30 min -1 Stunde. Gefolgt von Sonneschein.

Währung: Armenische Dram / AMD
Umrechnungskurs: 1€ = 535 AMD

 

Lust auf Video? Hier gehts zum Video-Rückblick  von ARMENIEN ->

 

 

 

Lange war nicht klar, dass wir diesem kleinen Land einen Besuch abstatten würden. Auf unserer geplanten Route lag es jedenfalls nicht. 

Da wir, wenn wir mögen, unsere Pläne aber jederzeit ändern können, & keine zeitliche Vorgabe haben – beschlossen wir nach Armenien zu fahren!
WIESO AUCH NICHT!
Wir befanden uns in unmittelbarere Nähe zu diesem Land + wir konnten Visum-frei einreisen.
Das schlechte Wetter und die schlechten Strassen in Georgien bestärkten uns in der Entscheidung. Hier gehts zum Reisebericht von GEORGIEN >>

Also los!: Machen wir einen Abstecher nach ARMENIEN.

Die georgischen Strassen, welche von üblen Schlaglöchern übersät waren, wurden schnell hinter uns gelassen – gleich nach der Grenze, auf armenischer Seite, war jedes ehemalige Schlagloch mit Asphalt aufgefüllt – die Strassen waren toll. Die Freude am Fahren kehrte wieder zurück. Die Landschaft ist toll, die Menschen freundlich, das Wetter super, das Essen gut, ….: WAS will man mehr!?

Bis als Formalitäten erledigt waren vergingen geschlagenen 2 1/2 Stunden. Erst dann, und nach Zahlung einer Einreisegebühr & Beschaffung einer KFZ – Versicherung konnten wir Armenien richtig kennen lernen.

Schnell wurde klar, dass es sich um kein reiches Land handeln muss. Die Armut war deutlich zu sehen: aus Autofracks wurden Zäune gebaut, Lebensmittel offen auf der Strasse verkauft – ebenso lebendige Tiere, die Häuser waren teilweise mit Holzschindeln gedeckt, oder ganze Häuser aus Lehm erbaut.

Aber auch in diesem Land wurden wir herzlich willkommen geheißen: Kinder liefen auf die Strasse um uns zu winken, Autos hupften um zu grüßen….. Von Beginn an fühlen wir uns in diesem Land wohl!

Und auch von der Landschaft waren wir auf anhieb begeistert. Hügelig, grün, kurvig – und sonnig! 

Nach jeder Kurve erspähten wir etwas was fotografiert werden wollte. Leider war es uns jedoch nicht möglich immer anzuhalten um die Schönheit des Landes auf Bild festzuhalten. Wir beschlossen einfach zu genießen + die Natur auf uns wirken zu lassen. Und schon am zweiten Tag schmiedeten wir Pläne über den Kauf eines Ferienhauses. 🙂 (was zwar nie passieren wird – aber darauf hindeutet das es uns wirklich, wirklich sehr gut in diesem Land gefallen hat)

Abends wurde das Zelt immer an unglaublich schönen Plätzen errichtet – und die beeindruckenden Sonnenuntergänge oder vorbeiziehenden Unwetter bei einem lokalen Bierchen zu genoßen.

Es war einfach toll!

Nach Besichtigung eines Denkmals im Westen des Landes machten wir uns auf um die Hauptstadt: Yerevan zu erkunden.
Zugegeben, zuvor hatten wir noch nicht von dieser Stadt gehört – bzw. hätten diese Hauptstadt niemals Armenien zuordnen können.

Top vorbereitet, wie man sieht! 🙂
Aber so macht es doch viel mehr Spass, oder nicht.

In der Hauptstadt suchten wir uns ein günstiges Hostel – welches wir auch nach einigem Suchen im Zentrum der Stadt, in der 6 Etage ohne Lift, fanden.Ufff…
Für günstige 3 Euro, inkl. Frühstück nächtigten wir 3 Tage an diesem Ort – bevor wir   weiterfuhren um uns weiter Teile des Landes anzusehen.

Die Stadt bzw. das Zentrum selbst war das komplette Gegenteil zum Rest des Landes. Modern, alles neu, Einkaufsmeilen über Einkaufsmeilen, große Hotels, Luxusmarken …. Nett zum ansehen – doch unsere Welt war das nicht!  Gleich ausserhalb des Zentrums war wieder die Armut zu finden.

In diesem Hostel trafen wir nun zufällig auch Sofie und Jo von Destination World, welche ebenfalls auf Reise sind.
Gemeinsam verbrachten wir nette Abende – mit lokalem Essen und Bier. 🙂

Unsere Internetrecherche betreffend den Must-See-Highlight in Armenien einiges hat ergeben. Die für uns schönsten Orte picken wir heraus und machen uns auf, diese zu besuche.

Erster Stop: Kloster Geghard
Zweiter Stop: Garni Temple
Dritter Stop: Wings of Tate bzw. Kloster Tatev
Vierter Stop: Sewan See

Eine unglaublich schöne Erfahrung machten wir bei Besichtigung der Kirche Kloster  Geghard wobei ein Raum speziell für seine tolle Akustik bekannt ist.

We2r_Armenien_B_21

Als wir dort waren, war gleichzeitig auch hoher Besuch aus Amerika angekündigt. Und so standen Frauen, in traditioneller Kleidung, in diesem besagten Raum und stimmten ein Lied an.

Ein Ton wurde ungefähr 5 mal durch die Wände der Kirche wiedergegeben – was eine unglaubliche mystische Stimmung auslöse. Nur von den ersten Tönen bekamen wir Gänsehaut, bekamen den Mund vor Staunen nicht mehr zu und waren kurz davor eine Träne zu vergießen.
Was für eine schöne Erfahrung!

Wir fahren weiter Richtung Flügel von Tatev der längsten Seilbahn der Welt, welche die Besucher zum Tate Kloster bringt.
Wir fahren der Grenzstrasse zur Türkei entlang und die Sicht auf den Berg Ararat wird frei gegeben. Wir haben freien Blick auf den Berg, wo die Arche Noah gestrandet sein soll.Nur leider bis jetzt noch nicht gefunden wurde. 😉

Mit den Bergen im Rücken und noch immer bei bestem Wetter folgen wir einer kurvenreichen Strasse, welche auf ca. 2800 Meter endete und sich ebenfalls mit vielen Kurven versehen war,und wieder Tal abwärts schlängelte. Es ist einfach nur ein Genuss das Motorrad zu fahren, die Sonne auf der Haut zu spüren und das Dasein zu genießen.

Am übernächsten Tag werden die Flügel erreicht. Wir entscheiden uns jedoch nicht mit der Seilbahn die Kirche zu erreichen – sondern die vorhandene Strasse zu benützen. Schnell wird aus Alphalt Schotter und aus Schotter Erde. Langsam aber doch erreichen wir die Kirche und genießen den Ausblick! Beeindruckend!

Gleichzeitig war mit dem Erreichen der Kirche auch unser östlichster Punkt in Armenien erreicht. Weiter gen Osten können wir nicht fahren! – da die Zeit zu knapp werden würde – wollten wir doch pünktlich zu Beginn unseres russischen Visums an der Grenze stehen. Für den Rückweg, sowie für die Fahrt durch den Rest Georgiens inklusive der Hauptstadt blieben uns aber noch 2 Wochen Zeit.

Sollte also kein Problem sein! 🙂

Wir nehmen den gleichen Weg zurück und kreuzen an der M10 Richtung Norden/ Richtung Martuni, Richtung Sewan-See.
Entlang des Sees befinden sich einige schöne, alte Kirche. Eigentlich wären einige eine Besichtigung wert, wir lassen diese aber Links liegen, da wir in der letzten Zeit bereits 2,3,4 … Kirchen angesehen haben. 🙂

Wir folgend den Südufer des Sees und bewegen uns zurück Richtung Grenze.

Kurz vor der Grenze geben wir unsere letztes Geld für Benzin und Wasser aus und stehen kurz darauf am Grenzübergang.

Dort wird uns jedoch erklärt, dass auch bei der Ausreise ein gewisser Betrag zu zahlen sein. Ohne Zahlung kann nicht übertreten werden. Ungläubig und sowieso ohne Geld entscheiden wir uns zurück in die Stadt zu fahren.

Wir recherchieren im Internet – fragen Einheimische. Und tatsächlich stellt sich heraus, dass auch bei Ausreise für das Motorrad bezahlt werden muss. Wir beheben umgerechnet 15 €uro, welche an der Grenze für beide Maschinen verlangt wurde, und starten erneut in die 20 Kilometer entfernte Grenze.

Nach Zahlung erhalten wir den Ausreisestempel und sind zurück auf georgischen Boden!

Ein tolles Land, welches unbedingt besucht werden muss!

Hier gehts zum Video-Rückblick ARMENIEN->

Wir sind froh nach Armenien gereist zu sein und kommen auf jeden Fall wieder!!!!

 

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