Сәлем Kasachstan!

Kasachstan: 15.06.2016 – 14.07.2016

ROUTE_KASACHENLAND_2016

Gefahrene Kilometer: 4803 km
Benzinpreis: zw.  136 KZT und 143 KZT
Wetter: wunderbar – Sonnenschein. 28 – 38 Grad. Regentage: 0

Währung: Kasachische Tenge / KZT
Umrechnungskurs: 1€ = 380 KZT

 

 


Am Morgen des 15. Juni können wir es gar nicht mehr erwarten unsere Sachen zu packen, das Motorrad zu beladen und uns Richtung Kasachische Grenze zu bewegen um endlich asiatischen Boden unter die Räder zu bekommen.

Von Orsk, jener russische Stadt in welcher wir einige Tage verbracht haben, machen wir uns also auf zur Grenze. Da Orsk nur etwas 20 Kilometer von dem Grenzübergang, an dem wir übertreten wollen, entfernt liegt – ist der Grenzposten schon kurze Zeit später in Sicht. Und unsere Freude ist groß!

Den Pass mit dem Kasachstan Visum, gültig für 30 Tage in Händen, begeben wir uns zum Grenznerhäuschen.

Die Zollabfertigung funktioniert reibungslos und geht wirklich schnell von statten und schon eine halbe Stunde später werden wir in Kasachstan willkommen geheissen!

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Jawohl!!!! Wir haben es geschafft – wir sind in ZENTRAL-ASIEN!!! 🙂 Unglaublich!

Schon an der Grenze kommen zahlreiche interessierte Kasachen auf uns zu – wollen wissen woher wir kommen, was wir hier machen, wohin wir gehen. Das Interesse gilt eher uns als Person, als den beiden Motorrädern. Schon der erste Unterschied zu Russland – wo die Motorräder die Aufmerksamkeit auf sich zogen – und sofort Auskunft über den Wert der Maschine gegeben werden solle.

Eine holprige, mit Schlaglöchern übersäte Schotterstrasse führt uns von der Grenze Richtung Aqtöbe (Aktobe), der ersten größeren Stadt im Land der Kasachen.

Normalerweise versuchen wir Städte zu vermeiden – in Aqtöbe wollen wir aber versuchen uns registrieren zu lassen.

Touristen, welche ein Visum mit einer Gültigkeit von 30 Tagen haben, müssen sich spätestens 3 Tage nach Ankunft im Land bei der Migration-Polizei registrieren lassen. Dies recherchierten wir zumindest so im Internet.

An der Grenze erhielten wir einen kleine weißen Zettel, mit einem roten Stempel – diese Einreisebestätigung muss gut verwahrt werden, denn dieser muss bei der Ausreise erneut vorgezeigt werden.

Lt. Internet ist eine Registrierung nicht nötig, wenn wich auf diesem kleinen weißen Zettel 2 rote Stempel befinden. Da wir aber nur einen hatten, und keine Lust hatten Geld für ein Hotel auszugeben, welche dieses Registrierung ebenfalls vornehmen könnte, beschlossen wir es selbst zu versuchen.

Wieso auch nicht?! Zeit haben wir, neuen Herausforderungen stellen wir uns gerne, die Adresse der Registrierungsstelle war schon im Navi eingespeicherter – und wenn wir es selbst schaffen würden diesen zweiten Stempel zu erhalten, ohne der russischen oder kasachischen Sprache mächtig zu sein hätten wir ein weiters Erfolgserlebnis zu vermerken.

Also auf zur Registrierung.

Um ca. 14:30 Uhr parkten wir unsere Motorräder vor dem Migration Office. Einige Leute, Einheimische, warteten schon vor den Türen des Gebäudes. Wir hofften an der richtigen Adresse zu sein – was wir auch waren, was sich kurz darauf bestätigte.

Auch konnten wir in Erfahrung bringen, dass das Office erst um 15:00 Uhr wieder öffnet & erst dann die Türen geöffnet werden.

Kein Problem für uns – die paar Minuten waren wir doch gerne. Während dessen kamen wir mit einer sehr netten, hilfsbereiten Einheimischen Frau ins Gespräch – mit ein paar Brocken Deutsch, etwas Englisch und Russisch kamen wir also doch weiter. 🙂

Kurz darauf waren wir im Office wo wir nun also unseren Stempel abholen wollten.

Die nette Dame, die wir vor dem Gebäude getroffen hatten – nahm uns fix bei der Hand und schupste uns zum richtigen Schalter, rief der Beamtin etwas auf russisch zu und schon wollte diese unsere Pässe sehen. Sie nahm die Pässe an sich und verschwand- wir blieben etwas verwirrt zurück.

Kurz darauf kam sie wieder – drücke uns unsere Pässe inkl. 2 weiteres Zettel in die Hände und gab zu verstehen, dass wir nun registriert sind.

Kaum zu glauben, aber wahr – denn am Einreisedokument war nun ein weitere roter Stempel vermerkt.

WOHUUUU wir haben es geschafft – und das innerhalb kürzester Zeit & mit Hilfe einer tollen Frau.

Schon auf dem Weg in die Stadt wird uns zugewunken und gehupt. Immer wieder wollten die Leute wissen woher wir kommen. Die Floskel: „Otkuda?“ (russisch) – zu Deutsch: „Woher?“, verstanden wir schon und konnten darauf schon gut reagieren 🙂

Aqktöbe nutzten wir auch gleich für ein paar weitere Erledigungen: lokale SIM Karte fürs Handy, Aufstockung der Wasser + Essenvorräte, Betfüllung der Tanks….

Und immer wieder, bei jeder einzelnen Tagesaufgabe treffen wir auf netteste Menschen.

Wir werden zum Essen eingeladen – uns werden Getränke gebracht – wir erhalten Glücksbringer – Evi bekommt Armbänder …..

Für uns ist es unglaublich wie unfassbar herzlich die Menschen hier sind – und uns einfach so Geschenke machen.

Abends, nach vielen neue gemachten Bekanntschaften + Erfahrungen verlassen wir die Stadt und schlagen hinter der Stadtgrenze, abseits der Strasse, unsere erstes Nachtlager in Kasachstan auf.

Ein tolles Gefühl mit dem eigenen Motorrad bis hierher gereist zu sein!

Unser nächstes Ziel, welches in den kommenden Tagen erreicht werden will ist: Aral, 620 Kilometer entfernt, am Aralsee.

Bevor der ehemals viertgrößte Binnensee des Landes aufgrund anhaltender Austrocknung ganz verschwunden ist, beschlossen wir dem See doch einen kurzen Besuch abzustatten.

Am Ende gestaltete sich diese Vorhaben schwerer als gedacht – mehr dazu aber etwas später.

Gefahren Route:
Aqktöbe – Aral – Baikonur – Qysylorda –  Turkistan – Shymkent – Taras – Almaty – Flug nach Astana – Almaty – Qapschaghai – Nationalpark Altyn Emel – Koktal – Shonzhy – Almaty – Kokpek – Kegen – Karkara / Grenze Kirgistan

Besichtigte Orte:
Aralsees / Aral- Cosmodrome Weltraumbahnhof/Baikonur  – Mausoleum des Hodscha Ahmed Yasawi/ Turkistan – Moscheen Aisha-Bibi / Taras — Almaty Stadt – Astana Hauptstadt – Nationalpark Altyn Emel / Singende Düne – Shonzhy – Channyon/Shonzhy

Da wir etwas besorgt über den Strassenzustand auf unser gewählten Strecke waren – durchforsteten wir das Internet. Aktuelle Reiseberichte mit Streckeninformation zum Abschnitt Aqktäbe – Aral konnten wir leider nicht finden, ältere Berichte schilderten für uns keine prickelnden Zustände der Strasse.

Von Sandstecken bis über massive Spurrillen bis hin zu unbefahrbaren Abschnitten war alles dabei.

Die Angst vor den kommenden 620 Kilometern stieg – besonders bei Evi.

Aber: wir wurden besseres belehrt! Die gefürchtete M32, stellte sich als perfekte, erst vor kurzem fertiggestellt, frisch asphaltieret Hauptstrasse heraus.
Fahrerisch kam es also zu keine Problemen!

Das einzige worauf wir achten mussten, war das die Tanks, Benzin als auch Wasser, bei jeder Möglichkeit gefüllt wurden.

Wir durchquerten lange, endlose Weiten- von Besiedelung keiner Spur. Steppenlandschaft bis hin zur Wüstenlandschaften – keine Hügel, keine Berge.

Kamel und Dromedare bewegten sich durch die Steppenlandschaften.
Irgendwie unwirklich & gleichzeitig auf ein tolles Gefühl.

Die Temperatur stiegen auf bis 40 Grad – der Schweiß floss, der Wasserverbrauch stieg.
3 Tage später erreichten wir Aral – wo wir gleich beschlossen zum Ufer des Aralsees zu fahren.

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Wir hörten auf den Tipp von Reisenden und beschlossen ohne unser Gepäck / ohne Zuladung den See zu besuchen.

In Aral suchen wir also nach einer günstigen Unterkunft – und so fand unser Check-in im Hotel Aral, dem wahrscheinlich ältesten und heruntergekommensten Hotel der Stadt ein 🙂

Nach einer kurzen Pause, gegen 16:00 Uhr starteten wir dann Richtung See.

Schon bald aber wurden aus den Asphaltstrassen pure Sandstrassen und aus Fahren wurde Schleichen, aus Schliechen wurde Feststecken ….
Wir bzw. die Motorräder schwommen im Sand, blieben stecken, nur langsam und im Schritttempo kamen wir voran.

Eigentlich lächerliche 20 Kilometer galt es bis ans Ufer zurückzulegen – aber nach ca. 7 Kilometer gaben wir auf und beschlossen zu wenden.

Leider war es uns nicht möglich das Ufer zu erreichen – leider blieb uns die Sicht auf den See und dessen Schiffwraks verborgen.

Das anscheinend nicht vorhandene Fahrerischen Können, die schweren Maschinen, die Hitze sowie die Angst vor Verletzungen oder technischen Pannen in der Wüste – und diesmal wirklich in der Mitte der Wüste – ließ uns die Entscheidung zur Rückkehr fällen.

Kurz vor 21:00 Uhr kam wir fertig, verschwitzt aber mit einem kühlen Bier wieder im Hotel an.

14 Kilometer in 5 Stunden!!! REKORD!!!!!

Nur 235 Kilometer von Aral entfernt befindet sich die Stadt Baikonur mit seinem weltberühmtem Weltraumbahnhof, von wo aus noch heute bemannte als auch unbemannte Raketen ins Weltall geschossen werden.

Unsere Internetrecherche zufolge war ein bemannter Start am 21.6.2016 geplant.

Was für ein Zufall – genau am 21.6 waren wir in Baikonur. Selbstverständlich versuchten wir in die Stadt als auch am Schlagbaum des Cosmodromes vorbei und in die Anlage zu kommen. Leider ohne Erfolg. Für die Stadt als auch für den Weltraumbahnhof, welche in russischer Verwaltung liegen, ist eine spezielle Erlaubnis fällig, welche im Vorhinein beantragt werden muss / was wir leider erst zu spät herausfanden. Schade.

So beschlossen wir unser Zelt hinter einer Tankstelle aufzustellen und einfach von hier aus den Start der Rakete zu verfolgen. 🙂

Zufällig trafen wir an dieser Tankstelle lokale Motorradfahrer welche uns mitteilten dass der Start um 3 Tage verschoben wurde und von unseren Camping-Spot vielleicht nur ein Geräusch und ein kleines Pünktchen am Himmel so sehen sein würde. Ebenfalls: Schade!

Aus dem Raketenstart-Sporting wurde somit nichts – stattdessen beschlossen wir die Kette an Evi Motorrad zu erneuern.

Kaum mit der Arbeit angefangen, kam der Präsident des hiesigen Motorrad-Clubs zu uns und bat uns mit den Arbeiten aufzuhören und in der nächsten Stadt, in Qysylorda, bei seinen Freunden fortzusetzen. 🙂

Alles klar – so machten wir uns auf dem Weg in die uns mitgeteilte Stadt – wo wir schon vom lokale MC empfangen wurden.

Gemeinsam wurden die Kette getauscht, zum Essen ausgeführt und an den Motorradclub der nächsten Stadt verwiesen. Unbedingt müssen wir dort vorbeifahren. Also ging es für uns auf in die nächste Stadt: Shymkent.

Auf dem Weg dorthin hielten wir noch in der Stadt Turkistan um uns das berühmte Mausoleum anzusehen.

Zufällig, wie alle Bekanntschaften der Reise, lernten wir den Direktor der Anlage kennen, der uns anbot unser Zelt im Garten des Mausoleums aufzuschlagen.

Natürlich stimmten wir zu und verbrachten einen tollen Abend/Nacht in wunderbarer  Umgebung.

Am nächsten Tag rollten wir in Shymkent ein, wo wir den größten Bazaar des Landes besuchten. Für 1 Euro ließ sich David die Haare schneiden – für 3 Euro aßen wir lokale Gerichte: Fleischspeise, Nudelsuppen, Kartoffelgerichte ….

Mit vollen Bäuchen wurden wir von Oleg, Motorradfahrer und Clubmitglied, abgeholt und zu einer für uns organisierten Unterkunft begleitet. Die Nacht durften wir bei Thomas, ebenfalls Motorradfahrer, verbringen. Ein unglaublich schönes Haus – mit Duscheeee 🙂

Von Schlafen war noch lange keine Rede – auf zum Abendessen mit den ganzem Biberclub. 🙂 Essen, Bier, nette Gespräche …. ein toller Abend fand um 2:00 Uhr früh ein Ende.

An diesem Abend wurde gleichzeitig auch der Bikerclub der kommenden Stadt: Taraz über unsere Anwesenheit informiert.

Keine Widerrede – auch diesem Club mussten wir besuchen.

Etwas müde vom Vortag machten wir uns gegen Mittag von Shymkent Richtung Taraz auf, wo wir gegen 19:00 Uhr ankamen und schon sehnsüchtig erwartet wurden.

Und auch dieser Abend endetet nicht vor 3:00 Uhr 🙂 Immerhin durften wir an diesem Tag bis 13:00 ausschlafen 🙂 – ab dann hatten die Biker schon wieder ein volle Programm für uns parat. Stadtbesichtigung, Besichtigung einer nachgelegenen Ausgrabungsstätte, Essen, Trinken …..

Wir sind so glücklich so unglaublich nette Menschen getroffen zu haben. Gastfreundschaft wird hier in Kasachstan wirklich groß geschrieben – und das dürfen wir die letzten Tage nicht zum letzten Mal in diesem Land spüren!

Vielen Dank liebe Biker für die tollen Tage mit euch!!!

Nach 5 Tagen von Bikerclub zu Bikerclub gereist zu sein, brauchen wir endlich wieder etwas mehr stresslose Zeit, erholsame Zeit….. So schön wie es war, war es gleichzeitig auch anstrengend. Wir beschließen unsere Zelt in der Steppe aufzustellen. Geniessen den Sonnenuntergang und die Ruhe. Die Ruhe vor dem Trubel & Verkehr in der Stadt.

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Denn die größte Stadt Kasachstans, Almaty, sollte am übernächsten Tag erreicht werden. Dort planen wir einige Tag zu blieben – um Visas für die kommenden Länder zu beantragen und die Stadt anzusehen.

Auch war das Flugticket nach Astana, seit 1997 die neue Hauptstadt des Landes, bereits gebucht. Check-in Time: 01.07.2016: 5:30 Uhr.
Da Visum für die beiden kommenden Länder Tadschikistan und Usbekistan waren schnell besorgt. Nach nur kurzer Bearbeitungszeit konnten diese bereits wieder abgeholt werden. Ein Hacken auf unsere Do-To-Liste konnte gesetzt werden! Check!

Um Geld zu sparen nutzten wir wieder einmal die Gelegenheit des Couchsurfings. Und in Almaty hatten wir tolle Gastgeber.

Auch in Astana surften wir auf einer einheimischen Couch.

Wer andenkt nach Astana zu reisen und sich die beeindruckende Stadt, welche innerhalb kürzester Zeit aus dem Nichts erschaffen wurde, anzusehen – dann würden wir sagen: AUF JEDEN FALL!

Die Stadt ist ein Wahnsinn. Zuvor hatten wir solch eine neue Stadt noch nicht gesehen. Spektakuläre neue Architektur in den verschiedensten Formen, Hochhäuser mit Glasverkleidungen, grüne Parkanlagen … Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und folgen nach 4 Tagen Stadtbesichtigung wieder nach Almaty zurück.

Dort beschlossen wir, als Vorbereitung auf den Parmir-Highway die Strassenreifen an den beiden Maschinen gegen Stollenreifen zu wechseln.

Hier können wir die Motorradwerkstatt, als auch Shop, Hostel und Pub das Freerider empfehlen.

Nach Besuch dieser tollen beiden Städte war es wieder Zeit auf die Strasse zu kommen, Zeit für Natur & Wildcamping.

Unsere nächsten Ziele war auserkoren: es sollte die singenden Dünen im Altyn Emel sowie im Anschluss der Shonzhy-Canyon besucht werden.

Der Canyon ist wirklich sehr spektakulär, denn er kann von oben besichtig werden als auch durchfahren/durchwandert werden.

Am Ender des Canyons, am Fluss, findet man Möglichkeiten zum Übernachten – man kann aber auch gratis sein Zelt am Fluss aufstellen und am nächsten Morgen den Rückweg antreten.

Wir haben die Nacht nicht am Canyon verbracht – sondern mussten auf Grund eines defekten Go-Pro-Gehäuses wieder zurück nach Almaty.

Auf dem Weg dorthin traten auf einmal Davids Maschine Ermüdungserscheinungen auf: Der Tachometer sowie das ABS verweigerten seinen Dienst. Und auch die Motorlüftung funktioniert nicht mehr – bei Hitze schaltet sich der Ventilator nicht ein. Schön blöd!

Zum Glück, dass es in Almaty einen BMW Händler gibt, der letzte vor Iran.

Also nichts wie hin zu BMW um leider mitgeteilt zu bekommen, dass das Diagnose-Gerät defekt ist.
BMW ist um uns und unser Anliegen sehr bemüht und bietet an das Kabel von der Hauptstadt express senden zu lassen.

Am kommenden Tag sollen wir wiederkommen – um den Fehler zu diagnostizieren.

Um die Zeit zu nutzen fahren wir erneut zu FreeRider, unsere Werkstatt des Vertrauens zurück, und bitten um Hilfe.

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Prompt wird uns ein Mechaniker zugewiesen, der uns den ganzen Tag bei der Fehlersuche und Behebung unterstützt.

Die Ursache kann zwar nicht erkannt werden – doch wird ein manueller Schalter zur Inbetriebnahme des Lüfters  eingebaut. Problem 1 provisorisch behoben. Problem 2 und 3 können nicht erkannt und repariert werden.

Den Vormittag des nächsten Tages nutzen wir für einen kurzen Ausflug in die Berge Almatys. Der Big Almaty Lake soll gemeinsam mit einem lokalen Biker erkundet werden.

Was für eine tolle Strasse – die ersten, echten Kurven in Kasachstan. Wir sind begeistert.

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Die Strasse führt auf über 3200 Meter – die Aussicht ist perfekt – das Wetter großartig. Und auf einmal funktioniert auch das ABS sowie das Tachometer an Davids Maschine wieder. Merkwürdig!!!

Wir freuen uns – wissen zwar nicht wieso und warum – und machen uns gleich im Anschluss auf zur BMW, welche in der Zwischenzeit den Diagnosestecker erhalten haben.

Finale Diagnose von BWM: Problem kann nicht erkannt werden. Kein Fehler zu finden!
Ahaaaa!!!

Was sollen wir nun auch machen – die Maschine läuft – das Visa ist kurz vor dem Auslaufen, wir müssen uns Richtung Kirgisischer Grenze bewegen.

Noch an diesem Abend rollen wir los Richtung Grenze. Zurück zum Canyon, weiter nach Kegen, zum kleinen Grenzübergang Karkira, welchen wir am kommenden Tag nur mit Mühe erreichen.

Wir suchen einen passenden Camping-Spot für die Nacht – fahren etwas abseits der Strasse und bleiben stecken.

Der Motor an Davids Gerät lässt sich auf welchen Gründen auch immer nicht mehr starten. Mehrere Startversuch schlagen fehl. Wir stecken mitten im Nirgendwo fest. Es wird dunkel. Die Mücken sind bester Angriffslaune. Wir sind frustriert! Wieso jetzt, was ist der Fehler, was ist los?

Wir können es uns nicht erklären – anscheinend ist die Fehlerquelle eine leere bzw. nahezu leere Batterie.

Wir schließen unsere Power-Pack, welches den Start der Maschine unterstützten soll an die Batterie – und siehe da, ein Start ist möglich! Zum Glück.

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Schnell raus aus dem Gebüsch, die nächste Abzweigung genommen und das Zelt aufgestellt.

Wir hoffen auf den kommenden Tag – wir hoffen es bis zur Grenze zu schaffen – eventuell das Problem zu finden.

Doch auch am nächsten Tag springt die Maschine nur mit Hilfe des Power-Packs an. Immerhin … es sind noch 200 Kilometer, welche zu schaffen sein müssen.

Alles läuft reibungslos – die Grenze rückt nächster – der Grenzposten ist in Sicht. Nur 4 Kilometer, doch dann AUS. Die Maschine tut keinen Ton mehr, auch ein Start mit Unterstützung ist nicht mehr möglich.

Wir beschließen die Batterien der beiden Maschinen zu tauschen – eventuell liegt das Problem an der Lichtmaschine? Wir hoffen NICHT.

Die Schrauben sind schnell entfernt, die Batterien rasch getauscht – Startversuch!

Und JA, wirklich…. beide Maschinen können zum laufen gebracht werden.

David fährt mit Evis Batterie weiter. Evis Motorrad mit der defekten Batterie aus Davids Gerät. Immerhin kann wieder, mit Unterstützung des Power-Backs, gestartet werden.

Die Lichtmaschine an Davids Gerät ist somit auszuschließen, das die gewechselte Batterie wunderbar geladen wird. Zum Glück!

Aber jetzt: Grenze wir kommen!

Kurz darauf aber eine weitere Panne, diesmal an Evis BMW: der Kotschützer hat sich in das Rad gefressen und blockiert dieses. An eine Weiterfahrt ist somit nicht zu denken.

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Das Problem kann aber schnell durchs Davids Mechanikerfinger behoben werden. Kotflügel abgeschraubt – ans Gepäcknetz geklemmt – und weiter. Zu einem späteren Zeitpunkt wird er wieder in seine richtige Form geboten und wieder montierte.

Jetzt aber wirklich: Wir stehen endlich an der Grenze zu Kirgistan! Juhuuu, wir haben es geschafft!!!
>> hier geht´s zum Reisebericht von Kirgistan

Wir verlassen das neuntgrößte Land der Erde & blicken auf tolle Erfahrungen und nette Bekanntschaften zurück.

Obwohl das Land nur wenige fahrerischen Motorradhighlights, wie z.b kurvenreiche Strassen zu bieten hatte, war es ein wirklich schönes Monat im Land der Kasachen!

Wir verabschieden uns & freuen uns auf das Kommende!!

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3 Gedanken zu “Сәлем Kasachstan!

  1. Evi und David – ich beneide euch um diesen tollen Tripp – glücklich bin ich, dass es euch gut geht und ihr so tolle Menschen kennen lernt. Hier in Tirol und in unserer Firma reden wir oft über euch! Passt auf euch auf – weiterhin alles Gute und viel Glück! Klaus Platter

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  2. Was für schöne Reiseberichte und wunderschöne Fotos dazu! Und so viele gleich auf einmal!!! Es ist so schön euch auf diesen Weg auf eurer wunderbaren Reise mit euren vielen vielen schönen Erlebnissen begleiten zu dürfen! Danke!!! Take care! have fun! we love you ;))))))))))))

    Gefällt 1 Person

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